Dieser Abschnitt ist für das Verständnis der folgenden Kapitel nicht unbedingt notwendig. Sie können ihn daher zunächst überspringen und später nachholen.
Um es uns leichter zu machen, gehen wir in der quantenmechanischen
Beschreibung des Mach-Zehnder Interferometers von einer sehr einfachen
Wellenfunktion aus. Wir nehmen an, das von der Quelle emittierte Licht
werde durch die konstante Wellenfunktion 1 beschrieben. Außerdem
wenden wir in der Rechnung 2 einfache Regeln an:
Wir sind jetzt in der Lage die Wellenfunktionen in
den beiden Ausgängen (Wege von H2 zu Detektor A bzw. B) des Interferometers
zu berechnen. Da der Phasensprung bei jeder Reflexion p
beträgt, kann man sich auch ohne Rechnung leicht überlegen zu
welcher Interferenz es nach dem Strahlteiler H2 in den beiden Ausgängen
kommt (Übung!).
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||
![]() |
|
![]() |
|
|||||||||||||
![]() |
|
![]() |
|
|||||||||||||
|
|
|
|||||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|||||||||||
|
|
|
|
||||||||||||||
|
|
|
|
||||||||||||||
![]() |
|
|||||||||||||||
![]() |
|
|
|
|
|
|||||||||||
|
|
|
|||||||||||||||
|
|
|
|
||||||||||||||
|
|
|
|
||||||||||||||
|
|
|
|||||||||||||||
Wellenfunktion (Wahrscheinlichkeitsamplitude) in einem
Mach-Zehnder Interferometer mit halbdurchlässigen
Strahlteilern.
Beginnen wir mit dem blauen Lichtweg (Verfolgen Sie den Lichtweg in obiger Abbildung!):
Analog gehen wir für den roten
Lichtweg vor (Verfolgen Sie den Lichtweg in obiger Abbildung!):
Um die Gesamtwellenfunktion im Ausgang A bzw. B zu
erhalten, müssen wir die Wellenfunktionen des blauen und roten Lichtweges
in den jeweiligen Ausgängen summieren. Für Ausgang A erhalten
wir -1, für Ausgang B 0. Nun ist das Quadrat des Absolutbetrages der
Wellenfunktion die Wahrscheinlichkeit, ein Teilchen an einem bestimmten
Ort anzutreffen. Die Wahrscheinlichkeit ein Photon im Ausgang A zu finden
ist also gleich 1. Daraus folgt, daß das gesamte einfallende Licht
im Detektor A ankommen wird. In Detektor B werden wir kein Licht registrieren.
Dies ergibt sich auch aus folgender Überlegung:
Licht das von H2 zu Detektor A geht, wurde, egal auf welchem der beiden Wege, zweimal reflektiert, ist also in Phase und interferiert konstruktiv.
Licht das von H2 zu Detektor B geht, wurde am roten Weg einmal und am blauen Weg dreimal reflektiert, ist also um p phasenverschoben und interferiert destruktiv.